Geschichte der Musikkapelle Hofstetten

Geschichte

Auszug aus der Vereinschronik der Musikkapelle Hofstetten

Gründung

Dieser Entwurf der Vereinschronik wurde von Josef Kornmaier, Dirigent der Kapelle, im Reservelazarett Bromberg im Jahre 1942 gemacht und angefangen im Juli 1948 fortgesetzt.

Weiter haben mitgeholfen:

Die Gründungsmitglieder:

1. Xaver Neumaier, Schneeballenwirt
2. Georg Krämer, Korbmachermeister
3. Josef Kornmaier II., Weber und Bahnarbeiter
4. Wendelin Krämer, Bühl (Muserwendel)
5. Wendelin Neumaier, Dieslebur
6. Josef Burger, Maurermeister
7. Josef Obert, Küfermeister

Im Jahre 1920

Es war in den heißen Tagen der Heuernte 1920, als an einem Sonntagnachmittag die neu gegründete 6 Mann starke Fischerbacher, oder vielmehr die Bergenshofbauernkapelle, mit ihrem schmucken grünen Hütchen ihren ersten Ausflug bzw. ihr erstes Auftreten im Gasthaus zur Blume in Schnellingen hatten.

Wir, noch nicht 20 jährigen, vom 1. Weltkrieg verschonte, hatten uns da auch eingefunden, um zu sehen und zu hören, was da allerhand geboten wurde. Uns allen gefiel das Spiel und in uns wurde der Entschluss reif, auch so etwas fertig zu bringen und aufzubauen.

Der Montagmorgen brachte uns diesem Vorhaben schon näher. In der Frühe standen 5 Mäher auf Schneeballenwirts großen Matte, es waren erstens: Die zwei Knechte, der jetzige Biereckwirt Hermann Schätzle und Karl Neumaier, jetziger Dirigent der Musikkapelle Mühlenbach, weiter Xaver Neumaier, Schneeballenwirt, Georg Krämer (Muserjörg) und sonst noch ein Mann, der mit Namen nicht mehr gefunden werden kann.

Das Hauptthema war den ganzen Tag, Gründung einer Musikkapelle. Noch in derselben Woche kaufte sich Biereckwirts Xaver eine Trompete in seiner zweiten Heimat Biederbach. Auch Biereck Hermann kaufte sich dorten eine Ventil-Posaune, Straßenwarts Karl eine Trompete.

Als weitere im Bunde war ich selbst und Meßmersepp, da wir noch Instrumente von unseren Vätern hatten, die in den 80er Jahren eine kleine Tanzkapelle von 4 Mann hatten. Sie haben uns voll unterstützt in unserem Vorhaben und freuten sich, dass sich das musikalische Kornmaierblut, das Hansjakob in seinen Erzählungen von der Geigergasse so schön schildert, auch wieder in ihren Söhnen sich zeigte.

Als weitere wollten dem Bunde beitreten: Gieslerkarle, Deckerfidel, Burgerwendel, Vorderberg Erhard. An einem Sonntag fuhren Biereckhermann und Meßmersepp nach Karlsruhe zum Musikhaus Daimler, wo sie einige Instrumente kauften.

In der folgenden Woche wurden die Instrumente verteilt. Durch energisches Auftreten verhinderte ich, dass Deckerfidel und Gieslerkarle Instrumente erhielten. Diese zwei Instrumente, ein Tenorhorn bekam Muserjörg und die Es-Klarinette Küfer Josef Obert.

Als weitere kamen dazu: RaiXaver mit B Klarinette sowie Maurersepp mit einem Es-Horn.

„So war nun die Musikkapelle Hofstetten geboren.“

Jeder blies wild in sein Instrument hinein, sodass Dorf und Tal von den disharmonischen Klängen erfüllt wurden.

Jetzt hieß es lernen: Wir hatten uns dem Haslacher Kapellmeister Karl Thoma anvertraut, der uns wöchentlich zwei Stunden theoretischen und praktischen Unterricht gab.

So übten wir wochenlang jeder für sich. Eine Stunde kostete 3 M., später setzte die Inflation ein und wir mussten unsere Stunden in Naturalien jeglicher Art bezahlen..

Nach einem Vierteljahr kamen wir aus dem Dorfe an einem Sonntagabend zusammen in Schneeballenwirts Futtergang, da probierten wir zum ersten Mal kleine Walzer und Rheinländer zusammen war das ein Ereignis, wie das in unseren Ohren klang, wie die Ochsen und Kühe die Ohren spitzten, denn dieses war erstmalig und neu.

Dieses erste Zusammenspiel eiferte uns noch mehr an und manche solche Stunde gab es noch über den Winter.

Aus der Chronik hierher übertragen: H. Uhl, 18.11.2006

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